Bring genug Klopapier mit

2005-05-17 Seit Sonntag bin ich nun also in Manaus, der Stadt direkt am Zusammenfluss von "Rio Negro" und "Rio Solimões" zum Amazonas. Leider bin ich etwas Krank (Halsschmerzen und Schnupfen). Bin sofort in die Apotheke gegangen und habe mir ein Fieberthermometer gekauft, um zu ueberpruefen, ob ich Malaria habe, habe aber kein Fieber. Dann wollte ich noch etwas gegen die Halsschmerzen haben und die Verkaeuferin wollte mir (wenn ichs richtig verstanden habe) Antibiotika verkaufen; natuerlich rezeptfrei. Habe dann aber ein Spray bekommen, welches den gesamten Mund und Rachen betaeubt.  

Gestern am Sonntag waren hier alle Geschaeft geschlossen und daher nicht so viel los. Die Einheimischen fahren Sonntags zum Schwimmen an den Amazonas.
Aber ich habe zum Glueck einen Kanadier getroffen, Andrew und laut Visitenkarte "Travel Writer / Journalist / Videographer / und Photographer", und bis vor drei Jahren Immobilienmakler, und habe mich mit ihm zum "Dinner" verabredet. Er reist seit 18 Jahren nur durch Dritte-Welt-Laender und konnte eine Menge Geschichten erzaehlen. Er kam aus dem Sueden Brasiliens und Manaus ist fuer ihn die dreckigste und tristeste Stadt bisher; fuer mich aus dem Norden kommend ist es die bisher schoenste und lebendigste Stadt. Soviel zu den Staedten in Venezuela (aber dazu spaeter vielleicht noch mal mehr).

Heute habe ich mich dann um meine Bootsfahrt nach Tabatinga an der Grenze zu Peru gekuemmert. Ich hatte zwei moglichkeiten. Erstens fuer 70 Euro in 6 Tagen. Mein Reisefuehrer sagt ueber die Tour, dass das Essen monoton ist und man sein eigenes mitbringen soll. Der Lonely Planet sagt, dass man viel Klopapier mitbringen soll, weil das  Essen mit Flusswasser gekocht wird :-). Sie HAengematte zum schlafen muss man sich selber mitbringen. Die zweite Variante war fuer 100 Euro in 36 Stunden. Ich habe mich fuer erstere entschieden und mir vorhin fuer 10 Euro einen Haengematte gekauft. Wie ich gehoert habe, sollen die 6 Tage etwas langweilig sein., daher muss ich mir morgen noch ein Buch kaufen. Los geht es am Mittwoch um 17 Uhr. Zum Glueck fahrt das Boot schneller als die Muecken fliegen koennen, weshalb man davon verschont bleiben soll. Bisher nerven die schon ziehmlich hier.

Morgen fahre ich noch zu dem "Meeting of the Water", also dem Zusammnefluss der beiden Fluesse. Soll ganz interessant sein, weil der eine Schwarz und der andere braun-gelb ist. Gibt auch organisierte Touren (die Typen hier auf der Starsse wollen einem dauernd irgendwelche Touren andrehen und nerven etwas. Ich kann den Spruch "Hi my friend" nicht mehr hoeren :-) Ich werde es mir aber selber organisieren mit dem Buss und einer Autofaehre. Da meine Kamera wieder funktioniert (im Dschungel hatte sie einige aussaetzer wegen dwer hohen Luftfeuchtigkeit denke ich) gibt es morgen vielleicht noch mal ein paar Fotos.

Hier ist es jetzt 19:45 und ich muss los, weil ich wieder mit Andrew zum Dinner verabredwet bin. Das Fleisch ist hier so billig. Gestern waren wir bei einem Italiener und ich hatte ein super Filet fuer ca 5 EURO.

Also machts gut,

                          Sebastian

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