Krankenhaeuser in Venezuela - da werden sie geholfen

2007-08-11 Ich bin doch noch einen Tag laenger in Barcelona geblieben, weil ich auf der verzweifelten Suche nach einer Malariaprophylaxe bin. Laut meinem Reisefuehrer haette ich die in Caracas bekommen, dort haette ich aber in eienen Stadtteil fahren muessen, den mir der Taxifahrer nicht unbedingt empfohlen hat (siehe Angst). Daher habe ich mich jetzt in Puerto la Cruz und Barcelona auf die Suche gemacht.

Dabei habe ich unzaehlige Consulatorios, Ambulatorios, Farmacias und Hospitales kennengelernt. Obwohl es hier in Venezuela auch Gebiete mit starker Malariagefahr gibt, ist den meisten weitgehend unbekannt, dass es da so etwas wie eine Prophylaxe gibt. An jeder Stelle, an der ich war, wurde ich also auf meine Frage nach einer Malariaprophylaxe nur voellig verstaendnislos angeschaut. Dafuer hatte jeder eine neue Adresse fuer mich, konnte mir aber natuerlich nicht sagen, wie ich dort hinkomme. Und da es hier weder Stadt- noch Busfahrplaene gibt, war das auch nicht so einfach.
Als ich dann unterwegs war zu einem Ambulatorio, bei dem es eine Malariologia geben sollte (das hoerte sich ja schon mal vielversprechend an :-) ) habe ich Maria getroffen, dei mir helfen wollte. Das einzige, was mir ihre Hilfe gebracht hat, war die Erkenntnis, das auch die Einheimischen genauso herumgeschickt werden wie ich.
Es lag also nicht daran, dass mich alle fuer einen Gringo halten oder an meinen mangelnden Spanischkenntnissen.
In dem Ambulatorio wurden wir also kreuz und quer durchs Haus geschickt (vom Erdgeschoss sollten wir in ein Buero inder ersten Etage gehen, das dort angekommen aber niemand kannte).
Das ist das Problem, das ich auch schon in Mexico festgestellt habe: den Leuten ist es unangenehm, zu sagen, dass sie etwas nciht wissen; daher schicken sie einen irgendwohin, nur um einem "weiterhelfen" zu koennen. Das kann unter Umstaenden etwas nerven.
Irgendwann haben wir dann also erfahren, dass das Malarialogia ganz woanders ist. Wo diese Strasse sein sollte, wusste Maria leider auch nicht. Irgendwie habe ich das Malariologia dann aber gefunden und nach nur 15 Minuten warten (hier wartet man fuer und auf alles, z.B. bei der Bank mal 45 minuten) und nachdem ich drei Personen gefragt habe, von denen zwei Kommentarlos verschwunden sind, war ich dann bei einem Doktor. Der war sehr nett und fragte, wo ich den hin wolle. Daraufhin gab er mir eine Packung Tabletten Namens Cloroquin.
Anweisung des Arztes: 2 Tabletten taeglich und nach den 10 Tabletten habe ich einen Schutz von 30 Tagen. Anweisung laut Internet:Eine Tablette pro Woche und eine Woche vor Einreise ins Malariagebiet beginnen bis 4 Wochen nach Ausreise aus dem Malariagebiet. Ausserdem ist Cloroquin im Amazonasgebiet (wo ich hin will) nicht mehr Wirksam, weil der Erreger resistent ist gegen den Wirkstoff.
Nun hoffe ich, das ich weiter im Sueden Tabletten bekomme. Angeblich haben die dort mehr Ahnung von tropenkrankheiten. Gebracht haben mir diese zwei Tage Suche jetzt also nur die Erkenntnis, das ich hier besser nicht krank werde.

Fotos gibt es hoffentlcih bald.

Gruss, Sebastian

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