Die Heuschrecken sind ueberall

Kapitalismuskritik aus Venezuela

2007-08-11 Waere Franz Muentefering  Generalsekretaer hier in Venezuela, muesste er sich nicht nur darueber beklagen, dass grosse amerikanische Firmen unterbewertete deutsche Firmen kaufen und dann Mitarbeiter entlassen, er muesste auch Angst um seinen eigenen Job haben.

Vor zwei Jahren hat die amerikafreundliche Opposition ein Referendum gegen den Presidenten Chavez beantragt, der einen sehr amerika-unfreundlichen Kurs faehrt (er beliefert z.B. andere Staaten in Suedamerika mit billigem Oel, damit sie sich ihm gegen die USA anschliessen).
Aus Gruenden, die der President wohl nicht oder nicht alleine zu verantworten hatte, kam es aber nicht zu diesem Referendum.
Also haben sich die beiden groessten amerikanischen Firmen hier in Venezuela (natuerlich Coka Cola und Pepsi, zu denen noch zig andere Firmen gehoeren) gedacht, dass sie doch mal die die opposition unterstuetzen sollten. Also haben sie in allen ihren Firmen zum Streik aufgerufen, und es "Generalstreik" genannt. Dann hat sich die ganze Situation etwas aufgeschaukelt, und es kam hier im Land zu buergerkriegsaehnlichen Zustaenden.
Gebracht hat es nichts, Chavez ist immer noch President. Aber die Macht des Kapitals geht hier so weit, dass es versucht, die Regierung eines Landes zu bestimmen. Was wuerde der Muente dazu wohl sagen.

Ob das alles wirklich so stimmt, kann ich nicht 100 prozentig sagen, aber so hat es mir ein Deutscher, der hier lebt im Bus nach Ciudad Bolivar erzaehlt. Vorstellbar ist es jedenfalls.

Saludos,

                 Sebastian

zurück

tn_69.jpg